| Die
Ginsburg
"Von Fuhrleuten, Heerscharen, Raubrittern und Pfadfindern..." |
Die Eisenstraße |
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| Über der Stadt Hilchenbach
liegt auf einer Hochebene das kleine Dorf Lützel. Es ist mit fast 600m
über dem Meer das höchstgelegene Dorf des Siegerlandes. Von hier erstreckt sich eine Höhenkette, die bis zum Lahnhof reicht. Der Höhenweg von Lützel bis zum Lahnhof ist Teil einer alten Handelsstraße. Die Fuhrleute des Mittelalters benutzten sie, wenn sie Eisen und andere Güter aus dem Siegerland ins Wittgensteiner Land oder weiter nach Westfalen brachten. Auf dem Rückweg brachten sie Holzkohle mit, denn im Siegerland wurde mehr Holzkohle benötigt, als die Wälder liefern konnten. Dieser alte Weg trägt wegen seiner wichtigen Bedeutung für den Eisenhandel des Siegerlandes den Namen "Eisenstraße". Noch heute schlängelt sich diese schmale Straße (2 Autos haben darauf kaum nebeneinander Platz) versteckt im tiefen Wald über die unzähligen Bergrücken. |
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Verkehrsknotenpunkt
des Mittelalters: Die Ginsberger Heide
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Auf der Hochebene liegt
neben dem Dorf Lützel die Ginsberger Heide. |
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| Eine Burg zum Schutz vor Überfällen | |
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Um diese wichtigste Kreuzung der mittelalterlichen Handelswege des Siegerlandes beschützen und verteidigen zu können, bauten die Landesherren auf dem nahen Ginsberg (Geißberg) vor über 750 Jahren eine kleine Burg. Die Ginsburg, wie sie fortan genannt wurde, kann aber auch noch älter sein. Genaues weiß keiner. In den folgenden Jahren wurde die Ginsburg immer weiter vergrößert und umgebaut. Zunächst war sie nur eine Unterkunft für die Wachsoldaten, welche die Eisenstraße gegen Überfälle zu schützen hatten. |
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"Banner,
Zelte, wer-da?-Rufe..."
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Bekannt wurde die
Ginsburg 1568, als Graf Wilhelm von Oranien auf der Ginsberger Heide ein
großes Kriegsheer versammelte. Er nutzte die Ginsburg als Ausgangspunkt
für seinen Krieg zur Befreiung Hollands, das von Spanien besetzt
war.
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| "Von der Festung dröhnt..." - Raubritter auf der Ginsburg! | |
| Eine der vielen Sagen, die sich um die Ginsburg ranken, erzählt uns die Geschichte des Ritters Johann Hübner. Der bekannte Raubritter Hübner soll auf der Ginsburg sein Raubnest gehabt haben. Doch er wurde von Fürst Christian von Dillenburg, genannt der Schwarze Christian für seine Verbrechen getötet und seine Burg zerstört. Aber noch heute spukt der Raubritter Johann Hübner in klaren Mondnächten zwischen 11 und 12 Uhr in der Ginsburg. Er sitzt auf einem schwarzen Pferd und umreitet die Burgruine... | |
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Von der Ginsburg zur Ruine Ginsburg |
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Tatsächlich wurde die Burg niemals von Feinden zerstört. Sie wurden aber vor ca. 150 Jahren von der örtlichen Forstverwaltung gesprengt und eingeebnet. Heimatfreunde gründeten später einen Verein und restaurierten die 3,60 dicken Außenmauern, errichteten den 20m hohen Bergfried erneut, der heute charakteristisch für die Ruine Ginsburg ist und eröffneten in seinem Inneren ein kleines Burgmuseum. |
| Die Pfadfinder und die Burg | |
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Im Jahr 1974 wurde unser Pfadfinderstamm in Hilchenbach
gegründet. Auf der Suche nach einem Namen erinnerte man sich der
Ginsburg. Ihre einstige Bedeutung für den Eisenhandel des Siegerlandes, Von den Gruppen des Stammes wird die Atmosphäre der mittelalterlichen Burgruine gern genutzt. Eine Versprechensfeier der Wölflinge im mit Fackeln ausgeleuchteten Burggraben unterhalb des mächtigen Bergfrieds ist ein phantastisches Erlebnis. Auch das 25-jährige Jubiläum des Stammes haben wir im Spätsommer 1999 an und um der Burg und der Ginsberger Heide gefeiert |
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